{"id":13936,"date":"2020-05-20T18:05:24","date_gmt":"2020-05-20T16:05:24","guid":{"rendered":"http:\/\/religionen.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=382"},"modified":"2022-04-14T17:13:38","modified_gmt":"2022-04-14T15:13:38","slug":"sonntagsmeditation-26-april-2020","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\/?p=13936","title":{"rendered":"Sonntagsmeditation 26. April 2020"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong> &#8222;Der gute Hirte&#8220; (Johannes 10,11-15.27+28)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was gibt auch in Krisen Halt? Wem kann ich mich letztlich anvertrauen?<br><br>Liebe Gemeinde, liebe Biebertaler,<br>Corona-Zeiten stellen diese Fragen neu. Zeiten, in denen klar wird, dass es keine<br>Versicherung f\u00fcr das Leben gibt, kein Schutzschirm f\u00fcr alles und jeden, nicht mal ein Leben<br>nur mit Restrisiko.<br>Vieles bricht momentan weg, worauf wir Menschen immer wieder bauen. Vieles wird uns<br>genommen, was unser Leben ausmacht. Vieles erweist sich nicht als krisenfest. Vielfach<br>stellen wir fest: Auf das Leben kann man sich nicht umfassend vorbereiten. Das verunsichert.<br>Dankbar kann man dann gerade sein, wenn nicht noch Gestalten auftreten, die Vieles<br>versprechen, wenig halten, mit dem Leben von Menschen spielen. Insgesamt beobachte ich<br>eine neue Dankbarkeit f\u00fcr das Leben, f\u00fcr Gesundheit, f\u00fcr Familie, f\u00fcr Arbeit und Beruf, f\u00fcr<br>Freiheit und Frieden. Zugleich werden zu Recht neue Fragen gestellt: &#8222;Hauptsache gesund!&#8220;<br>Stimmt das? Auch um den Preis der Einsamkeit? Oder: &#8222;Familie ist mein Ein und alles.&#8220; Und<br>wenn der Kontakt nicht mehr m\u00f6glich ist? Ist dann alles nichts? &#8222;Arbeit ist mein Leben.&#8220;<br>Leben ohne Arbeit noch lebenswert? Ja, Krisen stellt alte Fragen neu. Krisen stellen die<br>entscheidenden und letzten Fragen: Was gibt meinem Leben Sinn und Halt?<br>F\u00fcr 99% der Menschen aller Zeiten konnte die Antwort darauf nie kleiner ausfallen als<br>&#8222;Gott&#8220;. Die Antwort musste beim Sch\u00f6pfer liegen, nicht in der Sch\u00f6pfung. Der Halt beim<br>Haltbarsten, Gott selbst. Wenn nicht er, wer dann sollte der gute Hirte sein, der Menschen<br>versorgte und bewahrte, damit Halt und Sinn gab?<br>Man muss wissen: In der Antike sah sich jeder K\u00f6nig als guter Hirten. Denn diese h\u00fcteten<br>ihre Schafe nicht zum Fleischgewinn, sondern, um Milch und Wolle zu geben. Dazu mussten<br>die Schafe gut und lange leben. Der Hirte war somit Inbegriff f\u00fcr einen f\u00fcrsorglichen und<br>lebensf\u00f6rderlichen Herrscher.<br>Jesus Christus tritt nun mit dem Anspruch auf, nicht nur ein Hirte zu sein, nicht mal nur ein<br>guter Hirte zu sein, sondern der gute Hirte schlechthin zu sein, der Leben gibt. Und<br>tats\u00e4chlich, nur wenn er ganz und gar uns beh\u00fctet, kann das Leben, das er gibt, ganz und gar<br>krisenfest sein. Nicht weniger behauptet er. Er gibt ewiges Leben, dass niemand aus seiner<br>Hand rei\u00dfen kann, dass Krisen und Tod nicht zum Opfer f\u00e4llt. Ein Leben, das wirklich Halt<br>gibt. Jesus beschreibt sich als Hirten so:<br>Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte l\u00e4sst sein Leben f\u00fcr die Schafe. Die Mietling aber, der<br>nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht geh\u00f6ren, sieht den Wolf kommen und verl\u00e4sst die<br>Schafe und flieht &#8211; und der Wolf st\u00fcrzt sich auf die Schafe und zerstreut sie &#8211; denn er ist ein<br>Mietling und, und ihm liegt nichts an den Schafen.<br>Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich mein<br>Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben f\u00fcr die Schafe.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott, zeigt sich uns in Jesus. Er zeigt sich als der Hirte, dem etwas an uns liegt, der uns<br>geschaffen hat und dem wir geh\u00f6ren, der jeden zu einem Original seiner Liebe gemacht hat.<br>Seine Zuwendung erfolgt nicht f\u00fcr etwas, sondern f\u00fcr uns. Er ist kein Hirte, der f\u00fcr Geld<br>arbeitet. An Jesus sehen wir es: Er weint Tr\u00e4nen, wenn wir ihm nicht folgen. Er tr\u00e4gt Trauer,<br>wenn wir seiner Liebe einen Korb geben. Ihn l\u00e4sst es nicht kalt, wenn wir am Leben<br>vorbeileben. So einen Gott bezeugt die Welt nur einmal\u2026 \u2026und gl\u00fccklich der, der ihn kennt,<br>der sein Leben geborgen und beh\u00fctet wei\u00df &#8211; selbst im Tod.<br>Denn wo findet sich so ein Hirte, der sein Leben f\u00fcr die Schafe gibt? Das Kreuz ruft es uns<br>immer wieder in Erinnerung: &#8222;Niemand hat gr\u00f6\u00dfere Liebe, als die, dass er sein Leben gibt f\u00fcr<br>seine Freunde.&#8220; So hat es Jesus gesagt. So sieht er uns an, auch wenn wir h\u00e4ufig ihm und<br>seiner Welt feindlich sind. Und so kommt er aus Liebe in diese Welt und l\u00e4sst sein Leben. Das<br>Angebot der Gemeinschaft mit ihm, kostet ihn einen hohen Preis, den H\u00f6chsten, das Leben.<br>So ertr\u00e4gt er unsere S\u00fcnde, statt uns im Stich zu lassen oder zu bestrafen, l\u00e4sst uns nicht los.<br>Er ist wahrhaftig ein Hirte, der alles tut, damit uns nichts das Leben raubt. Er ist ein Hirte, der<br>alles tut, dass die T\u00fcr zur Gemeinschaft mit ihm offen bleibt.<br>Wer ihn kennenlernt, lernt dann auch nicht zuerst ein Gedankengeb\u00e4ude kennen, sondern<br>erf\u00e4hrt eine Liebe, die unser Denken sprengt, die uns ver\u00e4ndert, die wunderbar ist.<br>Um nichts w\u00fcrde ich diesen Hirten und seine Liebe eintauschen. Sie vergeht nicht, wo alles in<br>dieser Welt vergeht. Sie wird mir geschenkt, muss ich mir nicht teuer erkaufen. Ihrer muss<br>ich mich nicht erst als w\u00fcrdig erweisen. Nein, eintauschen w\u00fcrde ich sie nie. Nicht gegen die<br>G\u00f6tter unserer Zeit, hei\u00dfen sie nun Geld oder Geltung, Gesundheit oder Gemeinschaft. Sie<br>m\u00f6gen noch so gro\u00df sein, noch so hinrei\u00dfend, ja, noch so gut. Sie reichen nicht an diese<br>Liebe, dieses Leben ran. Sie halten nicht dem Leben stand. Sie sind kein ewiges Leben.<br>Der eine Hirte &#8211; Jesus Christus &#8211; gibt das Leben, wie er es verspricht. Er h\u00e4lt uns, wenn wir<br>haltlos werden. Ihm geht es wirklich um mich. Das z\u00e4hle ich zu dem Wunderbaren in meinem<br>Leben. Wunderbar auch, dass ich es mit vielen teilen kann, ja, jeder an diesem Leben<br>teilhaben kann. Denn Jesus Christus hat alles daf\u00fcr getan. Nichts kann uns daher die<br>Gewissheit seiner Liebe rauben. Nichts dir den Zugang zu ihm verbauen.<br>Uns bleibt, uns ihm in Glauben und Taufe anzuvertrauen. Dann sind wir gerettet &#8211; selbst aus<br>der letzten Krise dem Tod.<br>Uns bleibt, seine Liebe zu erfahren, indem wir auf ihn h\u00f6ren in der Bibel oder im Gebet,<br>indem wir selbst in den Spuren der Liebe wandeln, andere beh\u00fcten und beschenken wie<br>kleine Hirten.<br>Die Einladung des guten Hirten steht jedem offen: Wer heute seine Stimme h\u00f6rt, der folge<br>ihm. Und er gibt dir ewiges Leben. Amen.<br>Pastor Raphael Vach<br>Freie evangelische Gemeinde Frankenbach<\/p>\n<div class=\"gsp_post_data\" \r\n\t            data-post_type=\"post\" \r\n\t            data-cat=\"ohne-kategorie,feg\" \r\n\t            data-modified=\"120\"\r\n\t            data-created=\"1589997924\"\r\n\t            data-title=\"Sonntagsmeditation 26. April 2020\" \r\n\t            data-home=\"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der gute Hirte&#8220; (Johannes 10,11-15.27+28) Was gibt auch in Krisen Halt? 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