{"id":13943,"date":"2020-05-22T13:00:00","date_gmt":"2020-05-22T11:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/religionen.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=501"},"modified":"2022-04-14T17:12:11","modified_gmt":"2022-04-14T15:12:11","slug":"warum-laesst-gott-das-zu-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\/?p=13943","title":{"rendered":"Warum l\u00e4sst Gott das zu? \u2013 Teil 3"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Preis der Freiheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Freiheiten haben ihren Preis. Das sp\u00fcren wir in den Tagen, in denen die Coronama\u00dfnahmen gelockert werden. Freiheit hei\u00dft Risiken zuzulassen. Und doch ist Freiheit ein riesiger Gewinn. In der Menschheitsgeschichte waren deshalb immer wieder Menschen bereit, daf\u00fcr sogar ihr Leben aufs Spiel zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch macht es einen Unterschied, ob ich die gleiche Sache in Freiheit erfahre oder freiwillig tue. Es ist ein Unterschied, ob ich mich freiwillig in Quarant\u00e4ne begebe oder ob man mich einschlie\u00dft. Es ist ein Unterschied, ob ein Sch\u00fcler im Unterricht mich gr\u00fc\u00dft oder sp\u00e4ter auf der Stra\u00dfe. Es ist eine Welt, ob eine Frau mich aus eigenen St\u00fccken k\u00fcsst, daf\u00fcr bezahlt wird oder es ihr abgezwungen wird. Nur ersteres nennen wir Liebe. Liebe ohne Freiheit &#8211; wer kann sich das denken? Eine Welt ohne Freiheit w\u00e4re eine Welt ohne Liebe. Und sowohl eine Welt ohne Freiheit als auch ohne Liebe w\u00fcrden wohl die wenigsten als gute Welt bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Freiheit ist ein hohes Gut. Und doch hat sie ihren Preis. &#8222;M\u00f6glicherweise&#8220; muss ich korrekter Weise sagen. M\u00f6glicherweise stecke ich mich z.B. an. M\u00f6glicherweise ignoriert mich der Sch\u00fcler auf der Stra\u00dfe. M\u00f6glicherweise gibt mir die Frau meiner Tr\u00e4ume statt einem Kuss einen Korb. Und schon sind wir beim Thema Leid.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als in alten Sch\u00f6pfungsmythen hat der Gott der Bibel nach, den Menschen als freies Gegen\u00fcber geschaffen, als Menschen mit Wahl, als Menschen, der sich gegen Gott und das Gute entscheiden kann. Er hat sich f\u00fcr einen Menschen mit Handlungsfreiheit entschieden. Ja, sie macht das aus, was wir Personalit\u00e4t nennen. Als diese Personen scheint der Menschen grenzenlos in seiner Phantasie zu sein, anderen Menschen Schaden zuzuf\u00fcgen. Zugleich aber stellt er aus Wollen und Liebe Unglaubliches auf die Beine. Der Preis der Freiheit ist die M\u00f6glichkeit des \u00dcbels.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man versuchen durch Genver\u00e4nderung oder Medikamente, durch Manipulation der Psyche oder neurochirurgische Eingriffe, diese Freiheit eingrenzen oder ausr\u00e4umen, um die M\u00f6glichkeit,&nbsp; Schlimmes zu tun, zu beseitigen, w\u00e4re dies ein Eingriff in die Identit\u00e4t des Menschen. Dieser wird zwar nicht erst dadurch Mensch, dass er B\u00f6ses tut, aber dadurch, dass er B\u00f6ses tun kann, kein Roboter ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wenigsten w\u00fcrden sich diese kalte, emotionslose und vorhersehbare Welt w\u00fcnschen. Doch kann man fragen: H\u00e4tte ein Gott der Liebe nicht dem von Menschen verursachten moralischem \u00dcbel Grenzen setzen k\u00f6nnen, eine Spannweite, in der er sich bewegt, dass es weder zu &#8222;bestialischen&#8220; Einzeltaten kommt, wie wir f\u00e4lschlicherweise von Menschen sprechen, noch zu von langer Hand geplanten Vernichtungen ungeahnten Grauens kommt, sei es der Holocaust oder die Atombombe? Doch wo soll diese Grenze plausibel verlaufen? Und w\u00e4re eine Grenze zum B\u00f6sen nicht immer schon eine Grenze des Guten? Sicherlich. Ja, w\u00fcrde der Mensch eine Grenze zum B\u00f6sen als gottgegebene Grenze vernehmen, er w\u00e4re ab dem Moment nur noch theoretisch frei. Die Welt des Glaubens, der Freiheit und der Liebe h\u00e4tte ein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt dabei: Gott r\u00e4umt aus Liebe dem Menschen die Freiheit ein, ja oder nein zu ihm zu sagen, zu tun und zu lassen, was er will, um den schmerzhaften Preis f\u00fcr uns und f\u00fcr ihn als unseren Sch\u00f6pfer, dass wir einander Leid antun.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Christ kann keine Wirklichkeit ohne diese Freiheit zum B\u00f6sen als &#8222;bessere Welt&#8220; bezeichnen, aber er wei\u00df, dass diese Welt mit ihrer Freiheit zu einer besser werdenden Wirklichkeit geh\u00f6rt, \u00fcber die das B\u00f6se nicht das letzte Wort hat. Dazu aber im vierten Teil mehr.&nbsp; Wer nicht warten kann, kann sich telefonisch bei mir melden (06446-329). Die ganze Reihe am St\u00fcck kann man unter www.feg-frankenbach.de lesen.<\/p>\n\n\n\n<p>(c) Raphael Vach<\/p>\n<div class=\"gsp_post_data\" \r\n\t            data-post_type=\"post\" \r\n\t            data-cat=\"ohne-kategorie,feg\" \r\n\t            data-modified=\"120\"\r\n\t            data-created=\"1590152400\"\r\n\t            data-title=\"Warum l\u00e4sst Gott das zu? \u2013 Teil 3\" \r\n\t            data-home=\"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Preis der Freiheit Freiheiten haben ihren Preis. Das sp\u00fcren wir in den Tagen, in denen die Coronama\u00dfnahmen gelockert werden. Freiheit hei\u00dft Risiken zuzulassen. Und doch ist Freiheit ein riesiger Gewinn. In der Menschheitsgeschichte waren deshalb immer wieder Menschen bereit, daf\u00fcr sogar ihr Leben aufs Spiel zu setzen. 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