{"id":729,"date":"2020-12-25T02:45:14","date_gmt":"2020-12-25T01:45:14","guid":{"rendered":"http:\/\/religionen.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=729"},"modified":"2022-04-14T17:08:51","modified_gmt":"2022-04-14T15:08:51","slug":"predigt-heiligabend-2020-zum-anbeten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\/?p=729","title":{"rendered":"Predigt Heiligabend 2020: &#8222;Zum Anbeten&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liebe Gemeinde,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>es ist eine Weihnachtsgeschichte ganz eigener Art. Sie spielt 2010 in Kolumbien. Ein Land, das leider nicht nur f\u00fcr guten Kaffee steht, sondern auch f\u00fcr Drogen, Armut, Kidnapping, Korruption und Gewalt. Ein zerrissenes Land voller Schmerz, Schuld und Leid. Ein Land ohne Frieden. Seit \u00fcber 50 Jahren B\u00fcrgerkrieg. Die Menschen kennen gar nichts anderes mehr. \u00dcber 5 Millionen Menschen vertrieben, entf\u00fchrt, verschleppt, \u00fcber 200.000 Tote. Jedes Jahr treibt die Hoffnungslosigkeit tausende junge Leute in die Guerillaarmee FARC. Alle Versuche sie herauszurufen, sie f\u00fcr Heimkehr und Frieden zu gewinnen, scheiterten regelm\u00e4\u00dfig. Ohne Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann kam &#8222;Operation Christmas&#8220;. Eine verr\u00fcckte Idee. Leute suchten im Urwald an den Verbindungspfaden der Guerilla besonders herausragende B\u00e4ume aus, 25-30m hoch. Schm\u00fcckten diese \u00fcber und \u00fcber mit Weihnachtslichtern. Und: mit einem Bewegungsmelder versehen. Immer wenn nun ein Guerilleros vorbeikam, erstrahlte der Baum im hellsten Licht. Und ein Schild war zu lesen, mit nur einem Satz:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;If Christmas can come to the Jungle, you can come home.&#8220; &#8222;Wenn Weihnachten in den Dschungel kommen kann, dann kannst du heimkommen.&#8220; F\u00fcr 331 Guerilleros war das der Start in ein neues Leben. Sie legten die Waffen nieder. Sie kehrten zu ihren Familien zur\u00fcck. Was bisher unm\u00f6glich schien. Weihnachten ist alles m\u00f6glich. Wenn Weihnachten es in den Dschungel schafft, schaffst du ein neues Leben. Du darfst umkehren. Du darfst nach Hause kommen. Du kannst endlich ankommen. Es beginnt eine neue Zeitrechnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon handelt Weihnachten: Wenn Gott nicht im Himmel bleibt, sondern diese Erde besucht, kann alles anders werden. Wenn Gott auf Erden ankommt, kannst du endlich ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibel berichtet uns von diesem Mondlandungsmoment der Menschheitsgeschichte, besser von diesem Erdlandungsprojekt Gottes. Ein kleiner Schritt f\u00fcr Gott, ein gro\u00dfer Schritt f\u00fcr die Menschheit. Jedenfalls haben seitdem ganze viele Menschen Schritte zu Gott gemacht, sind endlich bei ihm angekommen, sind endlich mit ihrem Leben nach Hause gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Matth\u00e4us 2,1 hei\u00dft es: <strong>&#8222;Als Jesus geboren war in Bethlehem in Jud\u00e4a zur Zeit des K\u00f6nigs Herodes, siehe, da kamen Magier aus dem Osten nach Jerusalem und sprachen: &#8222;Wo ist der neugeborene K\u00f6nig der Juden? Wir haben seinen Stern im Aufgehen gesehen und sind gekommen ihn anzubeten.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da hat es Weihnachten in den Dschungel geschafft. Da hat der Weihnachtsbaum pl\u00f6tzlich aufgeleuchtet. Da haben sich Menschen auf den Weg gemacht anzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Halbssatz &#8222;Als Jesus geboren war in Bethlehem&#8220; ver\u00e4ndert alles, taucht die Welt in ein neues Licht, setzt Menschen in Bewegung, ja, l\u00e4sst die Erde ab diesem Tag neu rechnen. Stunde Null. Zeitenwende. Zeitenwende, die angefangen bei den Magiern aus dem Osten damals bis auf den heutigen Tag zu immer neuen Lebenswenden f\u00fchrt, so das heute 2,2 Milliarden Menschen Christen sind. <em>So<\/em> wie es auch bei &#8222;Operation Christmas&#8220; nicht bei den 331 Heimgekehrten blieb. Viele Aktionen in Kolumbien folgten. Geschenke mit Weihnachtslichtern, die man die Fl\u00fcsse mit der Botschaft herabschickte: &#8222;Kommt heim, es ist Weihnachten!&#8220; Mit der Folge: Tausende Guerilleros, die sich anschickten nach Hause zu kommen. Frieden schien m\u00f6glich. Und Weihnachten 2016 war in Kolumbien tats\u00e4chlich Frieden. Wo Menschen sich auf den Weg zum Kind nach Bethlehem machen, zieht Frieden ein, kommen Menschen endlich zu Hause an. Das Gute: Weihnachten kann die Geschichte von uns allen sein, denn Weihnachten kommt zu jedem.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bewegte die Magier sich auf den Weg zu machen? Was zog sie magisch an?<\/p>\n\n\n\n<p>An der Geschichte der Magier bewegt mich, dass sie sich f\u00fcr ihre Hoffnung auf einen langen Weg machen. Wahrscheinlich hielten nicht wenige sie f\u00fcr verr\u00fcckt, als sie aufbrachen. \u00c4hnlich verr\u00fcckt wie Guerilleros, die wegen einem Weihnachtsbaum die Waffen strecken. Mein Respekt geh\u00f6rt diesen M\u00e4nnern. Sie haben sich auf den Weg gemacht. Nicht jeder macht das.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei muss man wissen, wer die Magier waren. Was sich heute nach Zauberei und Zirkus anh\u00f6rt, war damals die Bildungselite ihrer Zeit. Magier waren hochangesehene Wissenschaftler, die z.B. damals schon Planetenbahnen berechnen konnten. Sie waren Sterndeuter, Astronomen, zugegeben zugleich Astrologen. Das verschwamm ineinander. Etwas anr\u00fcchige Leute in den Augen der Juden, mit Horoskopen hatte man es nicht, jedenfalls kluge K\u00f6pfe von denen die Bibel dort berichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Magier sind f\u00fcr mich aufrichtige Wahrheitssucher mit Horizont. Ihre Welt ersch\u00f6pft sich nicht in ihrer Welt der Sterne und der Wissenschaft. Sie wissen, dahinter steht noch etwas Gr\u00f6\u00dferes, Gott, eine Welt, die nicht durch <em>Zahlen<\/em> zug\u00e4nglich ist, sondern eine Welt, die nur dadurch <em>erz\u00e4hlbar<\/em> wird, dass Gott sich von sich aus offenbart, sich zeigt, einen Hinweis gibt, einen Stern aufscheinen l\u00e4sst, der die Magier aufhorchen und auf dem Weg machen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst es mich modern sagen: Die Magier wissen, was heute wissenschaftlicher Konsens ist, aber noch nicht \u00fcberall angekommen ist : Weder kann man Gott wissenschaftlich beweisen, noch kann die Wissenschaft die Fragen beantworten, von deren Beantwortung wir alle leben: Wer bin ich? Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Wozu um alles in der Welt lebe ich? Wo finde ich Erf\u00fcllung? Wo bin ich zu Hause? Wen bete ich an?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Magier nun &#8211; und das fordert mein Respekt &#8211; halten diese offenen Fragen in ihrem Leben offen. Sie \u00fcberspielen sie nicht mit Rausch, mit Konsum, mit Aktionismus. Sie verdr\u00e4ngen sie nicht. Im Gegenteil: Sie lassen sie an ihr Herz. Da ist keine Arroganz nach dem Motto: Was wir nicht begreifen, das Unbegreifliche, kann es nicht geben. Sie wissen, wo ihre Grenze ist. Sie wissen um ihre Begrenztheit. Sie wissen, dass die Welt mehr ist. Lasst es mich mit James Bond sagen: &#8222;Die Welt ist nicht genug&#8220;. &nbsp;Und so halten sie ihre offenen Fragen offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Magier halten vor allem die Sehnsucht ihres Herzens wach. Als Menschen von Fleisch und Blut sp\u00fcren wir das ja: Da gibt es Dinge, die im Hier und Jetzt nicht ihre Antwort finden, die \u00fcber die Grenzen hinaus wollen, die nach Ewigkeit rufen. Unsere Welt w\u00e4re z.B. nicht so wie sie ist, wenn Menschen im Herzen nicht etwas Bleibendes schaffen wollten. Ja, das Erste, was Anthropologen von Menschen kennen, sind ihre Begr\u00e4bnisse und die \u00dcberzeugung, dass am Grab nicht alles zu Ende geht. Liebe schreit nach Ewigkeit. Und in den Herzen der Magier ist dieser Schrei wach. Sie sind nicht an den Punkt gekommen, ihre Sehnsucht zu begraben. Im Gegenteil: Sie suchen in ihr die Antwort auf die offenen Fragen des Lebens. Sie geben ihre Sehnsucht nicht auf. Sie haben sie bewahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bibel beschreibt diese Menschheitssehnsucht mit alten Worten. Die Magier suchen Anbetung. Sie wissen: Das Geheimnis der Welt liegt in der Anbetung. Deshalb machen sie sich auf den Weg. Deshalb ist f\u00fcr sie kein Weg zu lang. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Geist von Weihnachten kommt m.E. etwas von dieser Sehnsucht nach Anbetung zum Ausdruck. Etwas, auf das Menschen nicht verzichten m\u00f6chten, auch nicht in Coronazeiten. Etwas, auf das Menschen auf Dauer nicht verzichten k\u00f6nnen. Etwas, das die Kraft hat Menschen aus dem Dschungel zu holen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir Weihnachten landl\u00e4ufig als Fest der Liebe und der Familie beschreiben, kommen wir dem Geheimnis ganz nah: Menschen m\u00f6chten zu etwas geh\u00f6ren. Menschen m\u00f6chten zu etwas Gr\u00f6\u00dferem geh\u00f6ren. Ja, selbst wenn es junge Menschen in den Dschungel treibt, um Guerillak\u00e4mpfer zu werden, ist Verzweiflung nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht dieser Wunsch, f\u00fcr eine gro\u00dfe Sache zu k\u00e4mpfen, f\u00fcr etwas Gr\u00f6\u00dferes einzutreten. Dieser Wunsch nach Hingabe &#8211; nach Anbetung eben &#8211; lockt das Beste und das Schlechteste in dieser Welt hervor. Feststeht, wir alle ahnen, dass wir nicht f\u00fcr uns selbst geschaffen sind. Wir wollen uns an etwas verlieren. Wir wollen f\u00fcr etwas leben k\u00f6nnen. Ja, wir leiden manchmal daran, dass wir nicht ganz f\u00fcr etwas leben k\u00f6nnen, weil wir f\u00fcr nichts bereit w\u00e4ren zu sterben. Dieses Gr\u00f6\u00dfere, nachdem alle Menschen suchen, ist das Geheimnis, dass diese Welt umschlie\u00dft. Wir Christen nennen es Liebe. Wir finden sie in einem unbegreiflichen Gott. Unser Gl\u00fcck ist, ihn anzubeten. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Liebe tritt Weihnachten in unser Leben und erf\u00fcllt unsere tiefste Sehnsucht. Gott als Rahmen der Welt, tritt selbst ins Bild, in sie hinein, um dir zu begegnen. Das Gr\u00f6\u00dfte wird ganz klein. Das Unbegreifliche begreifbar in einem Kind. Liebe ber\u00fchrt uns und wir sind zuhause &#8230; So wie f\u00fcr die Guerilleros der Geist der Weihnacht unwiderstehlich war, der Ruf von Liebe und Familie st\u00e4rker als alle anderen Rufe dieser Welt. &#8222;Wenn Weihnachten in den Dschungel kommen kann, dann kannst du heimkommen.&#8220; Wenn Gott zu dir kommt, kann alles anders werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gemeinde, liebe Freunde und G\u00e4ste,<\/p>\n\n\n\n<p>die Magier verdr\u00e4ngen nicht die offenen Fragen dieser Welt. Sie unterdr\u00fccken nicht die Sehnsucht ihres Herzen. Sie machen das einzig Richtige, um das Geheimnis zu erfahren, endlich im Leben anzukommen, endlich anzubeten. Sie machen sich auf den Weg. Respekt, wer sich auf die Reise macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Reise ist aller Einsatz wert. Dein Leben ist es wert. Und du hast nur dieses eine. Corona hat es uns schrecklich neu bewusst gemacht. Weihnachten sagt dir: Du musst nicht im Dschungel deiner Sehnsucht verschmachten, nicht alleine fern von Zuhause sterben. Daf\u00fcr bist du nicht geschaffen. Dein Zuhause ist Gott. Seine Anbetung dein Gl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch, und das geh\u00f6rt zur Ehrlichkeit dazu, dieses Geheimnis l\u00fcftet man eben nur auf dem Weg. Man erf\u00e4hrt es nur im Vertrauen. Wie man Liebe nur im Vertrauen erf\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das zeigt uns die biblische Weihnachtsgeschichte klar: Es besteht die Gefahr, das Kind in der Krippe zu verpassen. Wohlgemerkt f\u00fcr Fromme wie Nichtfromme. Gott l\u00e4sst den Weihnachtsbaum vor dir aufleuchten, und du merkst es nicht. Gott l\u00e4sst einen Stern dir erscheinen, du aber sagst wie K\u00f6nig Herordes und die Schriftgelehrten: Heute nicht. Man kann das Kind verpassen, wenn man es vertagt. Das Geheimnis der Welt bleibt dem verschlossen, der nicht vertraut. Tragisch. Doch kann diese Geschichte uns Warnung sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wissen Schriftgelehrte, wo das Kind zu finden ist, doch sie belassen es beim Kopfkino, bei Richtigkeiten. Im schlimmsten Fall sind sie richtig stolz auf die eigene Erkenntnis und leben doch ihren alten Stiefel weiter, machen sich nicht auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sind Hohepriester, die geistlichen F\u00fchrer des Volkes, die daf\u00fcr sorgen sollten, dass alle sich zu diesem Kind auf den Weg machen. Aber sie halten nur den frommen Betrieb aufrecht. Sie kommen weder selbst dazu, das Kind anzubeten, noch anderen dahin zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Stolz auf die eigenen Richtigkeiten und dieses Gefangensein in Aktionismus und Betriebsamkeit sind nat\u00fcrlich keine Vorrechte f\u00fcr Fromme. Jeder kann davon betroffen sein. Doch ist der am meisten gef\u00e4hrdet, der sich schon am Ziele w\u00e4hnt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter denen, die nicht beim Kind ankommen, nennt die Bibel nicht zuletzt K\u00f6nig Herodes. Wie kann er auch ein Kind anbeten, ohne selbst vom Thron herabzusteigen? Letztlich scheitert auch unsere Anbetung h\u00e4ufig genau daran. Unser Ego will selbst Herr im Hause und im Leben bleiben. Und so dreht sich unser Leben um uns und unsere Leistungen. Wir erg\u00f6tzen uns an uns selbst und am Ende bleibt Ekel. Im Kern ist das unsere S\u00fcnde: Selbst K\u00f6nig sein zu wollen, immer Angst haben, vom Thron gest\u00fcrzt zu werden, auf tragische Weise das Geheimnis des Lebens nie zu erfahren: Gott zu lieben, ihn zu anbeten. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df: Der Weg vom eigenen Thron ist nicht leicht. Auch der Weg der Rebellen in Kolumbien nach Hause war es nicht. Sie wussten: Wenn wir nach Hause kommen, tritt unser Irrtum zu Tage, kommt unsere Schuld ans Licht, sind wir konfrontiert mit Scham und Verzweiflung. Es ist nicht leicht. Leichter wurde es den Rebellen ums Herz, wenn sie Schilder wie diese lasen: &nbsp;&#8222;Bevor du ein Soldat wurdest, warst du ein Kind, mein Sohn. Wir verurteilen dich nicht.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Letztlich sind wir alle Rebellen gegen Gott. Wir wollen kleine K\u00f6nige sein, fordern Anbetung ein und verzehren uns doch danach, selbst anbeten zu k\u00f6nnen, nach Hause zu kommen. Die gute Nachricht ist: Gott kommt auf die Welt als &#8222;Immanuel&#8220;. Auf Deutsch, &nbsp;Als &#8222;Gott mit uns &#8211; nicht gegen uns. Auf seinem Schild steht ebenfalls: Ich verurteilt dich nicht. Ich rette dich aus deiner S\u00fcnde. Ich vergebe dir. Ich halte deine S\u00fcnde aus. Ich bin mit dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, Gott macht sich auf den langen Weg in den Dschungel unserer S\u00fcnden, begibt sich in all unseren Morast von Not und Tot, von der Krippe bis zum Kreuz. Das ist seine Aktion Christmas.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lesen Weihnachten nichts von Verurteilung. Wir lesen vom Gl\u00fcck der \u00dcberraschung, von Freude ohne Grenze, von der Lust, endlich Geschenke auspacken zu k\u00f6nnen und sich zu verschenken. Davon lesen wir: Liebe ohne Handbremse, ohne R\u00fcckversicherung, Ankommen ohne sich beweisen zu m\u00fcssen. Wir lesen von Menschen, die endlich anbeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Magier kommen in dem Moment an, wo sie anbeten, Gott die Ehre geben. Ab dem Moment sprechen nicht mehr die Sterne zu ihnen, sondern Gott im Traum. Ab dem Moment ist Gott nicht mehr ein Traum, sondern mit ihnen. Ab dem Moment f\u00fchrt er sie einen neuen Weg, nicht ohne Gefahren, aber voller Freude. Wer Gott anbetet, kommt an.<\/p>\n\n\n\n<p>Jochen Klepper hat in dunkler Zeit gedichtet: &#8222;Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und Schuld, doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld&#8220; &#8211; der Stern der Anbetung. Das trifft es, trifft unsere Situation, wenn wir beim Kind von Bethlehem angekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Keiner von uns wei\u00df, was vor uns liegt. Aber Weihnachten l\u00e4dt dich ein, dich auf den Weg zu machen, das Kind von Bethlehem anzubeten. Dann kommst du an. Dann kommst du nach Hause. Und denkt dran: Wenn Weihnachten es in den Dschungel deines Lebens schafft, dann kannst du heimkommen. Wenn Gott nicht im Himmel bleibt, sondern die Erde besucht, dann steht dein Leben unter einem anderen Stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ist es Zeit f\u00fcr zu Hause. Dann ist es Zeit f\u00fcr Anbetung. Dann ist Weihnachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Amen.<\/p>\n\n\n\n<p>(c) Raphael Vach<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freie evangelische Gemeinde Biebertal-Frankenbach<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erdaer Stra\u00dfe 14-16<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>35444 Biebertal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>www.feg-frankenbach.de<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>06446-329<\/strong><\/p>\n<div class=\"gsp_post_data\" \r\n\t            data-post_type=\"post\" \r\n\t            data-cat=\"ohne-kategorie,feg\" \r\n\t            data-modified=\"120\"\r\n\t            data-created=\"1608864314\"\r\n\t            data-title=\"Predigt Heiligabend 2020: &#8222;Zum Anbeten&#8220;\" \r\n\t            data-home=\"http:\/\/frankenbach.bibibo.info\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinde, es ist eine Weihnachtsgeschichte ganz eigener Art. Sie spielt 2010 in Kolumbien. 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