{"id":13942,"date":"2020-05-16T11:26:25","date_gmt":"2020-05-16T09:26:25","guid":{"rendered":"http:\/\/religionen.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=452"},"modified":"2022-04-14T17:10:14","modified_gmt":"2022-04-14T15:10:14","slug":"warum-laesst-gott-das-zu-teil2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankenbach.bibibo.info\/?p=13942","title":{"rendered":"Warum l\u00e4sst Gott das zu &#8211; Teil2"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Teil 2: Der gro\u00dfe Unterschied &#8211; oder das metaphysische \u00dcbel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Coronavirus f\u00fchrt es uns schmerzlich vor Augen. Wir alle sind sterblich, ja es kann einen fr\u00fcher treffen, als man es denkt. Schockierende Bilder aus Italien bringen den Tod in unser Wohnzimmer. Einen Tod, der in unserer Gesellschaft immer mehr an den Rand r\u00fcckt, ist pl\u00f6tzlich sehr pr\u00e4sent, ja, wird zum Gespr\u00e4ch zwischen Gro\u00dfeltern, Eltern und Kindern. Auch wenn Christen auf den Himmel verweisen k\u00f6nnen, bleibt doch dieses eine \u00dcbel bestehen. Wir sind endlich! &#8222;Von Erde bist du genommen, zu Erde sollst du wieder werden&#8220;. Wir sind Gesch\u00f6pfe wie andere, endliche Gesch\u00f6pfe in einer endlichen Welt. Wir sind nicht vollkommen. Wir sind nicht Gott. Das ist der gro\u00dfe Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Begrenzung leiden wir, ob im Blick auf andere oder uns. Doch diese Grenze geh\u00f6rt zur geschaffenen Welt. Es ist nicht nur eine zeitliche Begrenzung. Es ist auch eine r\u00e4umliche. Wir k\u00f6nnen nicht immer \u00fcberall sein. Wir k\u00f6nnen an der Qual der Entscheidung leiden. Damit ist auch folglich klar, dass wir nicht nur allgemein in der Macht, sondern auch konkret in unserem Wissen begrenzt sind. Mal erleben wir den einen Faktor, mal den anderen als \u00dcbel, mal mehr, mal weniger. Dieses \u00dcbel nennt man das metaphysische. Es geht \u00fcber die Physik hinaus. Es ist die Konsequenz des gro\u00dfen Unterschiedes zwischen dem Sch\u00f6pfer und der Sch\u00f6pfung. Wir sind nicht seine Duplikate.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begrenzung unseres Wissens ist dabei auch der Grund, warum es keine Antworten auf die Frage nach dem Leid geben kann, die den Anspruch eines Beweises haben k\u00f6nnen. Alle theologischen oder philosophischen Versuche m\u00fcssen daran notwendig scheitern, seien sie christlich oder nicht. Dazu bed\u00fcrfte es eines g\u00f6ttlichen Standpunktes, jenseits des Universums von Raum und Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>So leicht zu verstehen ist, dass aus dem gro\u00dfen Unterschied zwischen Gott und Mensch, Leid an der Begrenzung wachsen kann, so wirft es doch ein Licht auf unsere Existenz. Warum k\u00f6nnen wir dieses Ma\u00df so schwer akzeptieren, sind gar so ma\u00dflos? Es ist die alte Geschichte vom Menschen, vom Sein-Wollen-wie Gott und seinem Nicht-Aushalten-K\u00f6nnen, nicht so zu sein. Wir k\u00f6nnen Gott nicht Gott sein lassen. Es ist die Geschichte vom Garten Eden. Es ist die Geschichte von uns allen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist spannend zu sehen, dass dieses Defizit der Begrenztheit der gro\u00dfe Philosoph und Gottesleugner Nitsche als Grund daf\u00fcr ansah, warum Menschen glauben &#8211; eben um es irgendwie zu \u00fcberwinden. Zugleich aber l\u00e4sst er seinen Zarathustra sprechen: Wenn &#8222;es Gott g\u00e4be, wie hielte ich&#8217;s aus, kein Gott zu sein! Also gibt es keinen Gott&#8220;. Die psychologischen Erkl\u00e4rungen, die man f\u00fcr den Glauben von Menschen anf\u00fchrt, werden immer zugleich im Umkehrschluss zu Erkl\u00e4rungen, warum Menschen nicht glauben. So erkl\u00e4ren manche im Anschluss an Sigmund Freud, dass Gott Projektion der Menschen sei, da sie sich nach einem beh\u00fcteten Leben sehnen. Genauso k\u00f6nnte man im Nicht-glauben-k\u00f6nnen an Gott mit dem Psychater Manfred L\u00fctz den Wunschtraum entdecken auf Erden eine sturmfreie Bude zu haben, wo man am Ende tun und lassen kann, was man will. Verst\u00e4ndlich, dass sich das manche w\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum gibt es das Leid in der Welt? Die erste Antwort muss lauten: Weil wir endlich sind. Diese Antwort zeigt, warum kein Mensch sie abschlie\u00dfend beantworten kann. Diese Antwort kann zudem nur eine vorl\u00e4ufige Antwort sein, da sich Anschlussfragen stellen. Im Bild gesprochen, gibt sie nur die Himmelsrichtung vor, in der das Ziel zu finden ist, konkrete Fragen zum Weg stellen sich: Warum k\u00f6nnen Menschen anderen Leid zuf\u00fcgen? Warum gibt es in der Welt Gottes menschlich unverschuldetes Leid?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgt Teil 2. Wer nicht warten kann, kann sich telefonisch bei mir melden (06446-329). Die ganze Reihe am St\u00fcck kann man unter www.feg-frankenbach.de lesen.<\/p>\n\n\n\n<p>(c) Raphael Vach<\/p>\n<div class=\"gsp_post_data\" \r\n\t            data-post_type=\"post\" \r\n\t            data-cat=\"ohne-kategorie,feg\" \r\n\t            data-modified=\"120\"\r\n\t            data-created=\"1589628385\"\r\n\t            data-title=\"Warum l\u00e4sst Gott das zu &#8211; Teil2\" \r\n\t            data-home=\"https:\/\/frankenbach.bibibo.info\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2: Der gro\u00dfe Unterschied &#8211; oder das metaphysische \u00dcbel Das Coronavirus f\u00fchrt es uns schmerzlich vor Augen. Wir alle sind sterblich, ja es kann einen fr\u00fcher treffen, als man es denkt. Schockierende Bilder aus Italien bringen den Tod in unser Wohnzimmer. 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