{"id":8394,"date":"2021-06-02T13:00:00","date_gmt":"2021-06-02T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=8394"},"modified":"2021-06-01T10:39:15","modified_gmt":"2021-06-01T08:39:15","slug":"emmi-blueder-aus-frankenbach-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frankenbach.bibibo.info\/?p=8394","title":{"rendered":"Emmi Bl\u00fcder aus Frankenbach, Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Emmi-in-ihrer-Kueche-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8405\" width=\"691\" height=\"518\"\/><figcaption><strong>Emmi in ihrer  K\u00fcche am 28. April 2021<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die erste Folge endete damit, dass Emmi seit Beginn ihrer Ehe viel Brot gebacken hat. Darum schlie\u00dft das Rezept hier an: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/emmi-2-Brotbachen.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Interessant war auch die Beschaffung des Mehls bzw. der Molkereiprodukte. Den Begriff Nachhaltigkeit verwendete niemand, aber aus heutiger Sicht war es genau das. In der Wilhelmstra\u00dfe existierte eine kleine Molkereiannahmestelle, die zu einer Molkerei in Herborn geh\u00f6rte. Dort gab es auch Butter, Sahne oder K\u00e4se entsprechend der gelieferten Milchmenge. Emmi butterte aber noch selber. Und woher kam das Mehl?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/emmi-2-Mehl-Mueller-.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Reehmuehle.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8431\" width=\"424\" height=\"344\"\/><figcaption><strong>Reehm\u00fchle etwa. 1958<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Unbenannt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8432\" width=\"355\" height=\"345\"\/><figcaption><strong>In der Schmelzm\u00fchle wurde ab 1986 <br>nicht mehr gemahlen<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Es gab noch erstaunlich viele Gesch\u00e4fte im Dorf. Allerdings konnte sich nicht jeder den Einkauf dort leisten. Emmi war das erst nach dem Tode des Schwiegervaters m\u00f6glich, denn die Schwiegermutter erhielt eine recht gute Rente und gab den ganzen Betrag an Emmi ab. Vorher ern\u00e4hrten sich auch die Bl\u00fcders  von dem, was auf den Feldern und im gro\u00dfen Garten erzeugt wurde. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/emmi-2-Geschaefte-.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Vor ihrer Eheschlie\u00dfung hatte Emmi als Zigarrendreherin gearbeitet<\/strong>. Zigarrenmanufakturen sind in unserer Gegend sehr alt, gehen in die Anf\u00e4nge des 19. Jahrhunderts zur\u00fcck. 1895 wurde die Firma Rinn &amp; Cloos gegr\u00fcndet, die bis zum Niedergang in den 1970er Jahren der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber f\u00fcr Frauen auf den D\u00f6rfern war. In den 1930er Jahren wurde sogar die Mechanisierung dieser Arbeit verboten, um den Frauen weiterhin eine Erwerbst\u00e4tigkeit zu erm\u00f6glichen. Das \u00e4nderte sich im Verlauf des Krieges, als die Frauen die Arbeiten leisten mussten, f\u00fcr die bis dahin die M\u00e4nner zust\u00e4ndig waren. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rinn_%26_Cloos\" target=\"_blank\"><strong>wikipedia<\/strong>.<strong>Rinn &amp; Cloos<\/strong><\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.mein-kleiner-rauchsalon.de\/docs\/rodheim-bieber_zeitschrift_15.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Mein kleiner Rauchsalon  Rodheim-Bieber-Zeitschrift_15.pdf<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Belegschaft-Frkb.-Zigarrenfabrik.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8399\" width=\"434\" height=\"282\"\/><figcaption><strong>Die Belegschaft der Frankenbacher Zigarrenfabrik<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinde.biebertaler-bilderbogen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/5-Zigarrenarbeiterinnen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8400\" width=\"367\" height=\"282\"\/><figcaption><strong>5 Zigarrenarbeiterinnen, etwa 1949,<\/strong> <strong>Emmi vorne links<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Im letzten Bericht \u00fcber Emmis Leben bekommt ihr das Rezept f\u00fcr Honig = Hink, wie er in Frankenbach hei\u00dft. Das ist eine ganz aufw\u00e4ndige Kocherei. Au\u00dferdem erfahrt ihr ein wenig \u00fcber die Frankenbacher Schule und noch etwas \u00fcber Emmis Privatleben. Dieser Teil erscheint am Sonntag den 13. Juni. <br><strong><span class=\"has-inline-color has-primary-color\">Am 16. Juni wird Emmi 90 Jahre alt.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Ein M\u00fchlenwitz aus Heft 1, Jahrgang 2005 vom Heimatverein Rodheim-Bieber- siehe oben:<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Des M\u00fcllers Esel<\/strong><br>Eines Tages kehrten einige Studenten aus Gie\u00dfen in die Reehm\u00fchle ein. Sie wollten eine Fu\u00dfwanderung auf den D\u00fcnsberg unternehmen und erkundigten sich vorher bei der Gro\u00dfmutter des M\u00fcllers nach dem zu erwartenden Wetter der n\u00e4chsten Stunden. Sie antwortete: \u201e Es wird wohl schlechtes Wetter geben; denn unser Esel hat sich am Hinterteil gekratzt, das ist ein b\u00f6ses Vorzeichen\u201c. Einer der Studenten, der<br>Meteorologie studierte, machte sich \u00fcber die Voraussage der Gro\u00dfmutter lustig und<br>prophezeite das Gegenteil. Man machte sich auf den Weg zum D\u00fcnsberg. Aber auf dem<br>R\u00fcckweg erlebte man ein furchtbares Unwetter, so dass die jungen Herren, stark durchn\u00e4sst<br>und frierend, auf der Reehm\u00fchle Unterschlupf suchten. Unser Meteorologe wurde nat\u00fcrlich t\u00fcchtig geh\u00e4nselt und musste sich manchen Hieb gefallen lassen:<br>\u201eDes M\u00fcllers \u2013 Esel hat im Hinterteil mehr Verstand, als unser Student im Kopf.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Quellen: siehe oben und Emmis Erz\u00e4hlungen<br>Fotos: Eveline Renell (1), Heimatverein Rodheim-Bieber (2, 3), Familie Bl\u00fcder (4,5)<\/strong><br><\/p>\n<div class=\"gsp_post_data\" \r\n\t            data-post_type=\"post\" \r\n\t            data-cat=\"persoenlichkeiten,zeitgeschichte\" \r\n\t            data-modified=\"120\"\r\n\t            data-created=\"1622638800\"\r\n\t            data-title=\"Emmi Bl\u00fcder aus Frankenbach, Teil 2\" \r\n\t            data-home=\"https:\/\/frankenbach.bibibo.info\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Folge endete damit, dass Emmi seit Beginn ihrer Ehe viel Brot gebacken hat. 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