Ein Bericht von Thomas Prohazska

Heimat- und Geschichtsverein Frankenbach will das Kirchen-Modell des Festzuges sichern.

Im August 1986 feierten die Frankenbacher an 3 Festtagen die erstmalige urkundliche Erwähnung ihres Dorfes vor 700 Jahren. Höhepunkt der Veranstaltung war der Festzug am Sonntag. Über 40 Wagen und Fußgruppen zogen durch das Dorf und fanden viel Beifall. Mit dabei war ein Wagen, auf dem ein stattliches Modell der Frankenbacher Kirche gezeigt wurde. Dieses hatten Willi Gerth und Otto Rüspeler in wochenlanger Arbeit maßstabsgetreu angefertigt. Die Frankenbacher Kirche ist ein kunsthistorisches Denkmal allererster Güte. Erste Bauabschnitte gehen bis auf das 11. Jahrhundert zurück. Darüber hinaus zeigt sie auch heute noch schöne, restaurierte Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. Drei Glocken aus dem 16. bis 18., Jahrhundert bilden das Geläut.

Nach dem Festumzug fand das Modell seinen Platz in der Scheune des Ehepaares Irene und Arno Klein in der Kirchstraße, die viele Jahre Küster in der Kirche waren. Kürzlich meldete sich Familie Pulz, die das Anwesen inzwischen bewohnt, beim HuGV und fragte an, ob dieser Interesse an dem Modell habe. Bei einem Ortstermin kam man überein zu überlegen, ob man das Kirchen-Modell bei passenden Gelegenheiten, z.B. bei Festen, den Bürger*innen zeigen sollte, auch um an dieses wohl größte Fest der Frankenbacher Geschichte vor 35 Jahren zu erinnern.


Wann dies sein könnte, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Zur Zeit ruhen die Vereinsaktivitäten des HuGV, der im Übrigen im Jahr der Jubiläumsfeierlichkeiten gegründet wurde, pandemiebedingt. Sollte hier eine Entspannung eintreten, wird es aber sicherlich eine Freiluftveranstaltung geben. Das Heimatmuseum hingegen kann man unter Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen jederzeit besichtigen. Anmeldungen nimmt der 1. Vorsitzende Ekkehardt Löw gerne entgegen. 
06409 / 7489

Bilder & Text: Thomas Prohazska

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