dazu hatte die evangelische Kirche Frankenbach und die FeG Frankenbach eingeladen. Abgehalten wurden der Gottesdienst in den Räumen der FeG, wo man auch die 3 Modellbahnen bestaunen konnte.

Eigenbau der Pfadfinder
kleine Modellbahn der Modellbahnfreunde

Marion Blahusch und Raphael Vach hießen die Besucher herzlichst willkommen. Zu Beginn wurde gemeinsam das Lied „Macht hoch die Tür, das Tor macht weit“ gesungen. Frau Pitten begleitete am Klavier.

Danach erklärte Pfarrer Schäfer i. R., der auch bei den Modellbahnfreunden aktiv ist, wie er zu den kleinen Zügen gekommen ist. Als er jung war, war der Fuhr mit seinen Modellbahnen das Non plus Ultra für Jungs und einer der Herzenswünsche zu Weihnachten. Er bekam auch eine, aber am Ende spielten sein Vater und sein Onkel damit, da er angeblich noch zu jung war. Diese Leidenschaft für die kleinen Bahnen hat bis heute angehalten.

Nachdem die Kinder mit dem Licht des Friedens in den Kindergottesdienst verabschiedet wurden, wurde gemeinsam das Lied „O komm, O komm du Morgenstern“ gesungen.

Nachdem Auszug erzählte Manfred Kinzenbach, auch den Lokdoktor genannt, etwas zu Bieberlies, die er auch als Modell selbst nachgebaut hat. Die Bieberlies schaffte Ende des 19. Jahrhundert die Bewohner Biebertals und Erze aus dem Grubenabbau nach Gießen.

Kennst du den Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ 1968 u.a. mit Charles Bronson, Henry Fonda und Claudia Cardinale?  Eine packende Geschichte, eine packende – ja unvergessliche Musik. Spiel mir das Lied vom Tod. Doch eigentlich geht es um die Sehnsucht nach Leben. Und um das, was passiert, wenn die Eisenbahn kommt…, neue Landschaften, neue Gebiete erschließt.

Mit dem Kommen der Eisenbahn beginnt eine neue Zeit, erschließt sich ein neues Leben!

Und mit dem Kommen Jesu ist es wie mit dem Kommen der Eisenbahn. Mit dem Kommen Jesu erschließt sich ein ganz neues Leben. Mit dem Kommen Gottes zu dir, befindest du dich plötzlich in einer neuen Welt.

Entscheidend ist hier das griechische Wort das für Leben steht. Da steht nämlich nicht „Bios“, um das Leben, welches man eben im Biologieunterricht verhandelt. Da steht „Zoë“ – ewiges Leben, ein Leben das tiefer reicht, so wie die ersten Dampfmaschinen in England, ja nicht für die Eisenbahn bestimmt waren, sondern um die Schätze der Erde, Eisen und Kohle noch tiefer aus der Erde holen zu können, weil man nun leistungsstarke Pumpen hatte.

Ewiges Leben, Leben das tiefer reicht, Leben, das auch weiter geht, Leben, wo der Tod nicht die Endstation ist, sondern nur ein Tunnel, den ich im Schlafwagen durchquere; wo selbst für den Fall, dass ich mein Leben vor dem Tod verschlafe zu leben, der Tod seine endgültige Tragik verliert, weil es ja nicht das Ende ist. Jesus bringt ein Leben, dass das Ende der Torschlusspanik mit sich bringt, mit der Angst zu kurz zu kommen, weil Züge in meinem Leben abfahren, selbstverschuldet, fremdverschuldet, egal. Leben mit Jesus ist ein befreites Leben.

Züge brauchen allerdings auch einen Bahnhof. McBain im Western „Spiel mir das Lied vom Tod hat“ liegt da mit seinem Grundstück goldrichtig. Sein Anwesen hat die einzige Quelle in der Umgebung, ist der einzige Ort, wo zukünftige Dampfloks das nötige Wasser bekommen. „Sweat water“ – süßes Wasser. Damit ist das Grundstück perfekt für einen Bahnhof. Er hat die Vision: Wenn die Eisenbahn zu ihm kommt – und sie muss – dann entsteht um seinen Bahnhof eine ganze Stadt. Und da gibt es die anderen, die mögen Gutes tun oder auch nicht, die sind sich sicher, weil man es ihnen so eingeredet hat, oder weil sie noch nie groß von sich dachten, oder weil Dinge passiert sind, jedenfalls sind sie sicher, dass es bei ihnen in diesem Leben nicht mehr mit dem Bahnhof klappt, zu ihnen auch kein Zug mehr kommt. Es ist tragisch, weil auch da steht der Bahnhof schon. Und dann gibt es weitere, die kennen den Bahnhof – Christen nennt man die – aber sie nutzen ihn sehr selten.

Der Bahnhof steht. Gott selbst hat ihn gebaut in Jesus Christus.

Er ist nicht nur das Leben, sondern es kommt mit ihm auch frei Haus. Das Bauholz mit dem dieser Bahnhof gebaut ist, ist dasselbe aus dem Krippe und Kreuz geschnitzt sind. Viel zu häufig erklären wir das Leben mit Jesus zum Minusgeschäft und wir beschränken unseren Kontakt mit ihm auf ein paar Feierlichkeiten, nach dem Tod aber gerne mehr.

Der Bahnhof Gottes steht auf Golgatha. Das Kreuz ist der Ort, wo alle Zweifel überwunden sind, wie weit Gottes Liebe reicht, ob er mir mit Jesus nicht alles schenken sollte, ich willkommen bin – ja, lange auf mich wartet. Ach ja, der Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ endet damit das die Eisenbahn kommt, die Frau zu dem Mann ihrer Träume sagt „Sweatwater“ – so heißt die neue Stadt – wartet auf dich!“ So spricht zu uns auch Gott .Lassen Sie Gott bitte nicht warten! Eines Tages „kann“ heute sein.  

Jesus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben“

Mit dem Kommen der Eisenbahn erschlossen sich ganze Landschaften, mit dem Kommen, dem Advent, Jesu erschließt sich das Leben. Die gute Nachricht: Es kommt zu dir! Worauf noch warten? Es ist höchste Eisenbahn!

Amen.

Dies ist ein Auszug aus der 4 seitigen Predigt, die Raphael Vach hielt. „Weiter ging es mit dem Lied: Macht die Tore weit, macht die Türen auf…“

Im Anschluss verlasen Pfarrer Schäfer i.R., Pastor Raphael Vach, Marion Blahusch für die ev. Kirche Frankenbach und Nina Thom für die Pfadfinder die Fürbitten.

Mit dem Lied „Freue dich, Welt, dein König naht“1 und dem Segen Gottes endete der Gottesdienst. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Modellbahnen genauer zu betrachten und sich mit Mitgliedern der Modellbahnfreunde auszutauschen.

Hier folgt jetzt noch ein Video von dem Bau der Modellbahn der Pfadfindergruppe:

Beitragsbild: C. Haus
Bilder: C. Haus
Videos 1: C. Haus

Video 2: YouTube
Video 3: Pfadfinder Turmfalken
Quelle: eigene Teilnahme, komplette Predigt Raphael Vach
, Google

1= „Freue dich, Welt, dein König naht“ ist der Beginn einer bekannten deutschen Übersetzung des Weihnachtsliedes „Joy to the World“ (Freue dich, Welt), das auf den Text von Isaac Watts zurückgeht und von Georg Friedrich Händel vertont wurde. Es wird besonders in der Advents- und Weihnachtszeit gesungen und drückt die Freude über die Ankunft Jesu Christi aus.

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